Autoleder-Pflegemittel im Vergleich

Veröffentlicht am 12. November 2013 von Paul in Autopflege richtig  
Bei der Ledersitzpflege muss man behutsam sein.  - Foto von: © davidsommer - Fotolia.com

Bei der Ledersitzpflege muss man behutsam sein. - Foto von: © davidsommer - Fotolia.com

Bei der Wahl des richtigen Lederpflegemittels steht man häufig vor preislichen Unterschieden, die auch eine qualitative Abstufung nahelegen. Doch ein Test hat gezeigt: Dem ist nicht so. Der Preis eines Pflegemittels sagt nichts über seine Qualität aus.

GTÜ-Vergleichstest unter Pflegemitteln

Die Sachverständigen-Organisation GTÜ hat einen Vergleichstest unter Pflegemitteln durchgeführt. In ihrem Labor testete sie zwölf gängige Lederreiniger inklusive der zugehörigen Lederpflegemittel. Das wichtigste Ergebnis: Für die Sets muss man sehr unterschiedliche Summen ausgeben, zwischen elf und knapp 80 Euro – Rückschlüsse auf die Qualität lassen die Preise dabei jedoch kaum zu. Testsieger wurden nämlich zwei Produkte aus dem preislichen Mittelfeld: Der „A1 Leder-Reiniger“ und die „A1 Lederpflege“ von Dr. Wack (227 von 300 Punkten, Preis: 26,98 Euro) sowie das Nigrin-Pflegeset mit Lederseife und Lederbalsam (216 Punkte, Preis: 19,99 Euro) erhielten jeweils das Prädikat „sehr empfehlenswert“. Auf Platz drei, ebenfalls mit der Bewertung „sehr empfehlenswert“, kommt dann mit 208 Punkten das teure Sonax PremiumClass (59,99 Euro bzw. 79,99 Euro pro Liter) – fairerweise muss man jedoch sagen, dass hier auch noch eine Reinigungsbürste, ein Microfasertuch, ein Microfaser-Pad sowie eine Tasche zum Set gehören. Allen drei Sets bescheinigten die GTÜ-Prüfer zudem die besten Eigenschaften in Sachen Lederreinigung und Lederpflege.

Teuerstes Set auch das schlechteste

Beim Literpreis ist das Nigrin-Set mit 39,98 Euro am günstigsten. Am teuersten ist das Swizöl-Set mit einem Literpreis von 156 Euro. Es erreichte im Vergleichstest 168 Punkte und erzielte damit das schlechteste Ergebnis. Besonders der hohe Preis gegenüber dem Leistungsverhältnis führte zum Punktabzug, hieß es bei der GTÜ.
Letztlich erreichten alle getesteten Reinigungs- und Pflegemittel das Urteil “empfehlenswert” – die ausgewogenste Testleistung ohne Ausrutscher nach unten brachte jedoch allein das siegreiche Dr.-Wack-Set.
Gewertet wurde in drei Hauptkategorien: Anwendung, Wirkung (unterteilt in Reinigung und Pflege) und Kosten. Die Kategorie Wirkung ging dabei zu 80 Prozent in das Gesamtergebnis ein. Für die Versuche griffen die Tester zu künstlich gealtertem Leder, das sie mit „normierten Testschmutzen“ aus Kaolin, Oxidschwarz, Printex L, Vaseline und Kristallöl verunreinigten.

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