Tokio Motor Show: Toyota zeigt erstes Auto ohne Lenkrad

Veröffentlicht am 11. November 2013 von Silvio in Kleinwagen  
Beim Segway bewegt der Fahrer das Gefährt mit Körperneigungen.  - Foto von: © Christophe Fouquin - Fotolia.com

Beim Segway bewegt der Fahrer das Gefährt mit Körperneigungen. - Foto von: © Christophe Fouquin - Fotolia.com

Toyota goes Future: Der japanische Autobauer stellt auf der Tokio Motor Show, die vom 22. November bis 1. Dezember 2013 über die Bühne geht, ein steuerloses Fahrzeug vor, das nur auf die Körperbewegungen des Fahrers gehorcht. Die futuristische Studie FV2 ist irgendwas zwischen Auto und Segway.

Toyota Studie FV2: Zwischen Auto und Segway

Wenn Ende November die meisten Hersteller in Tokio bei der Motor Show zeigen, wie sie sich die nahe Zukunft mit Hybrid- und Elektroautos vorstellen, präsentiert Toyota ein ungewöhnliches Fahrzeug: Es ist zigarrenförmig, knapp drei Meter lang und hat eine Besonderheit: Es hat kein Lenkrad. Geparkt ist das Auto nur knapp einen Meter hoch – fährt es aber, kommt es auf eine Höhe von 1,80 Meter. Dann hat es sein kapselförmiges Dach nach oben gestellt, der Fahrer steht aufrecht, wie auf einem Segway. Mit seinem ganzen Körper gibt er dem Vehikel die Fahrtrichtung vor: Lehnt sich der Fahrer nach links, fährt auch das Fahrzeug nach links, lehnt er sich nach rechts, dreht der FV2 ebenfalls nach rechts. Eine Neigung nach vorne befiehlt die Beschleunigung, ein Zurücklehnen den Bremsvorgang. Das Fahrzeug kommt wohl mit zwei elektrischen Radnabenmotoren in den außen stehenden Rädern in Bewegung.

Mit dem Fahrer „zusammenwachsen“

Aber der FV2 kann mehr: Der Fahrer verbindet sich physisch mit dem Fahrzeug, heißt es bei Toyota. Es wachse emotional mit seinem menschlichen Widerpart zusammen, versprechen die Japaner. Und das soll so funktionieren: Eine Sprach- und Bilderkennung erkennt die aktuelle Stimmung und die Fähigkeiten des Fahrers, um gegebenenfalls eingreifen zu können. Durch Vernetzung mit der Verkehrsinfrastruktur und anderen Fahrzeugen ist der FV2 zusätzlich in der Lage, Gefahrensituationen, etwa an Kreuzungen, frühzeitig zu erkennen und zu entschärfen.
Ob der FV2 auf der Messe von den Besuchern auch Probe gefahren werden kann, steht nach Angaben eines Toyota-Sprechers noch nicht fest. Dass das Konzeptfahrzeug in Produktion geht, gilt dabei aber bereits mehr als unwahrscheinlich. Schade eigentlich …!

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