Welcome back! Ist Saab wieder da?

Veröffentlicht am 26. Dezember 2013 von Paul in Kleinwagen  

Wird sich Saab halten können? - Foto von: © andreas - Fotolia.com

Wird sich Saab halten können? - Foto von: © andreas - Fotolia.com

Bis 2010 gehörte die Automarke Saab zu GM und wurde anschließend von Spieker übernommen. Leider schaffte es der kleine Sportwagenbauer nicht, die Marke am Leben zu erhalten, sodass 2011 Insolvenz angemeldet werden musste. 2012 entschied sich dann das chinesisch-japanische Konsortium, NEVS, die Traditionsmarke zu übernehmen.

Zwei Jahre ist es jetzt her, dass der letzte Saab produziert wurde. Nun läuft das Band tatsächlich wieder, denn der neue Eigentümer der Marke (National Electric Sweden) hat die Produktion wieder aufgenommen. Produziert wird als erstes der Saab 9-3 Aero Sedan. In Planung ist außerdem auch eine Elektrovariante.

Große Herausforderung

In einem interview erklärte der neue Haupteigentümer, Kai Johan Jiang, dass es ein beschwerlicher Weg bis dahin gewesen sei und viele Herausforderungen vor dem Team lagen. Da nach der Pleite von Saab alles ins Stoppen geraten war, muste der neue Eigentümer erst einmal die Zuliefererkette wieder aufbauen.

Um sich einen Vorstellung davon zu machen: für die Produktion des Sedan kooperierte Saab mit 400 Lieferanten.

Geklappt hat nun letztendlich glücklicherweise doch alles, sodass ein Comeback von Saab tatsächlich gefeiert werden kann. Trotzdem will man es aber gemächlich angehen, denn vorerst werden nur zehn Fahrzeuge pro Woche im norwegischen Werk gebaut. Bestellen kann man den neuen Sedan vorerst im Internet. Grundsätzlich soll der chinesische Markt zukünftig eines der Hauptziele werden. Zukünftig will der neue Saab-Eigentümer seinen Fokus außerdem auch eher auf die Elektroautoschiene lenken.

Skepsis macht sich breit

Der bekannte Automobilforscher Ferdinand Dudenhöfer von der Uni Duisberg-Essen ist mit seiner Freude eher zurückhaltend, denn er glaub nicht wirklich an eine gelungene Wiederbelebung. Für ihn ist Saab tot. Den Schwerpunkt auf Elektro zu legen, dass ist für ihn ebenfalls problematisch.

Schön wäre es natürlich trotzdem, wenn die Traditionsmarke ihren Weg zurück auf den Markt finden würde.

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